Der 10. Dezember – Tag der wahren Menschenrechte

WePrayEs ist zu einer Tradition geworden, dass sich alljährlich die österreichischen Christen und Menschenrechtsorganisationen am 10. Dezember zum Internationalen Tag der Menschenrechte zu einem Marsch durch Wien und einer Gedenkmesse im Stephansdom, einer der großen Kathedralen Wiens, treffen. Das Internationale Sacharow Komitee war eingeladen worden, auch um die Veranstaltungen in Bild und Ton festzuhalten.

Man muss an dieser Stelle noch erwähnen, dass der 10. Dezember der Tag der Annahme der Allgemeinen Menschenrechte markiert. Führende islamische Politiker haben bezweifelt, dass die unveräußerlichen Menschenrechte und gleiches Recht für alle mit dem Islam kompatibel seien und insbesondere mit der Scharia.

Aus dem Grund hat die Organisation der Islamischen Zusammenarbeit eine konkurrierende Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam angenommen, die fordert, dass der Islam nur eine Form der ‘Menschenrechte’ anerkennt: Das Schariarecht. Das Einstehen für die universellen, unveräußerlichen Menschenrechte bedeutet, dass man sich gegen die Scharia stellt.

Der Marsch, der von der Plattform Solidarität mit verfolgten Christen, CSI (Christian Solidarity International), dem Wiener Akademikerbund und anderen organisiert worden war, wurde von zahlreichen Fackeln erleuchtet und erhielt Unterstützung durch 25 verschiedene Organisationen.

Besonderer Gast war Schwester Hatune, eine türkisch-deutsche Nonne, die unermüdlich dafür arbeitet, den Opfern von Verfolgung zu helfen und auf die Quelle der Verfolgung hinzuweisen, damit unsere Regierungen die Schwachen schützt. An diesem Morgen hatte sie auf einer Präsentation grausame Bilder aus dem Irak, Syrien und der Türkei gezeigt (das Video wird später veröffentlicht). Am Abend ging sie an der Spitze des Marsches, ohne Angst, obwohl sie ständig Todesdrohungen von Islamisten erhält.

Der Marsch begann in der Abenddämmerung vor dem berühmten Opernhaus in Wien, mit erleuchteten Fackeln ging es dann durch die weihnachtlich dekorierte Fußgängerzone, vorbei an der Malteserkirche zum Stephansdom. Es wurden Plakate getragen, die über die schlimme Situation der Christen weltweit berichteten. Die Bilder können Sie anschließend sehen:

Platform1

Religious Freedom in Islamic Countries

NorthKorea

Freedom of Religion is a Human Right

Viele Österreicher, die gerade dort waren um Weihnachtseinkäufe zu erledigen schlossen sich dem Marsch an und insgesamt nahmen etwa 800 Menschen teil. Eine ähnlich hohe Anzahl Menschen schloss sich am Stephansdom an, wo Bischöfe und andere Repräsentanten der Kirche eine Messe zelebrierten, mit verschiedenen Reden über die Situation. Auf dem Podium war ein Banner zu sehen, auf dem die beiden Bischöfe von Aleppo, Mor GergoriosYohanna Ibrahim und Boulo Yazigi abgebildet waren, für deren Rückkehr gebetet wurde.

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Insbesondere Schwester Hatune hielt sich nicht zurück bei der Beschreibung des Feindes: Islamisten, die versuchen jede nicht-islamische Religion auszulöschen und den Islam zur vorherrschenden Religion auf der Welt zu machen. Dies mag jenen auf die Nerven gehen, die die political correctness vertreten, denn die Art und Weise, in der die Ordensschwester dies angeht, würde ihnen keine Komplimente seitens ihrer islamischen Verhandlungspartner einbringen. Aber für Schwester Hatune, die direkt und vor Ort mit dem Problem umgeht, gibt es keinerlei Zweifel wie die Wahrheit aussieht und wo man sie findet: Normale Menschen, hauptsächlich Christen, leiden massiv im gesamten Nahen Osten.

Die Messe wurde zelebriert in traditioneller katholischer Lithurgie, mit Gebeten, Liedern und Predigten. Das Kyrie Eleison und ein abschließendes ökumenisches Gebet wurden von den Repräsentanten der viele christlichen Glaubensgemeinschaften gesprochen.

Teilnehmer:

  • Evangelischer Altbischof Mag. Herwig Sturm,
  • Röm.-kath. Weihbischof Dr. Franz Scharl,
  • Metropolit Eustathius Matta Roham, Erzbischof der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien,
  • Syrisch-orthodoxer Corepiskopos Dr. Emanuel Aydin,
  • Wiener Domdekan Prälat Karl Rühringer,
  • Melkitischer Pfarrer Dr. Hanna Ghoneim aus Damaskus.

Die Organisatoren und das Internationale Sacharow Komitee hoffen, dass unsere Regierungen dieses Anliegen aufgreifen und gegenüber der Türkei, dem Irak und jenen die den Krieg in Syrien unterstützen vertreten wird, damit Frieden, Menschenrechte und echter gegenseitiger Respekt wiederhergestellt werden können. Dies ist die Absicht der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, an die an diesem dunklen Tag im Dezember angemessen erinnert wurde.

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